Fachkraft Agrarservice

Aufgaben
Nicht nur der Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen, sondern auch deren Wartung und Pflege gehören zu den Aufgaben der Fachkraft Agrarservice. Die Vermarktung von Agrardienstleistungen gehört ebenso dazu wie die Beratung ihrer Kunden.

Die Fachkraft Agrarservice bietet landwirtschaftliche Dienstleistungen im technischen Bereich an. Diese erstrecken sich von der Bodenbearbeitung mit Egge und Pflug über das Säen und Anpflanzen von Getreide, Hülsenfrüchten, Hackfrüchten, das Düngen, den Einsatz von Pflanzenschutzmittel bis hin zur Ernte mit vollautomatischen Maschinen wie Mähdrescher und Roder.

Voraussetzungen
Es ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung erforderlich. Die Betriebe setzen allerdings in der Regel einen Hauptschulabschluss oder mittleren Bildungsabschluss voraus. Interesse an der Landwirtschaft, Spaß an Technik, Bereitschaft zur Weiterbildung, Kennen von Zusammenhängen im Pflanzenbau (Bodenbearbeitung, Saat und Wachstum), Flexibilität, die Bereitschaft zur längeren Arbeit oder Einsatz am Wochenende und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sind gute Voraussetzungen für diesen Beruf.

Ausbildungsdauer
Die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice ist bundesweit eine 3-jährige duale Ausbildung, welche im Betrieb und in der Berufsschule erfolgt.

Ausbildungsvergütung
Folgende Angaben über die Ausbildungsvergütung dienen der Orientierung, können aber nicht rechtlich geltend gemacht werden:

1. Ausbildungsjahr: 454 - 580 Euro
2. Ausbildungsjahr: 482 - 615 Euro
3. Ausbildungsjahr: 537 - 665 Euro

Ausbildungsförderung
Bei bestimmten Voraussetzungen kann eine Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beansprucht werden. Über die Voraussetzungen informiert die Agentur für Arbeit.

Einsatzmöglichkeiten / Einsatzorte
Eine Fachkraft für Agrarservice erledigt nahezu alle anfallenden Aufgaben von der Bodenbearbeitung über die Saat, Düngung und Ernte, Fahrt, Pflege und Reparatur der Geräte und Maschinen. Beschäftigt werden können Agrarservice Fachkräfte in Lohnunternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben des Pflanzenbaus und agrartechnischen Dienstleistungsunternehmen.

Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach abgeschlossener Ausbildung ist die Weiterbildung zum/zur Agrarservicemeister / Agrarservicemeisterin oder Betriebswirt/ Betriebswirtin möglich. Beim Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium im Agrarbereich möglich.

Verdienst / Einkommen
Die genannten Beispiele sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden. Abhängig sind die Einkommen vom jeweiligen Arbeitgeber und den damit zusammenhängenden Rahmenvereinbarungen oder Tarifverträgen. Entscheidend ist dabei auch die Art der Ausbildung, das Maß an Verantwortung und die berufliche Erfahrung. Ein monatlicher Bruttolohn in Höhe von 2.069 Euro bis 2.172 Euro ist möglich.

 

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