Milchwirtschaftlicher Laborant / Milchwirtschaftliche Laborantin

Aufgaben
Die Sicherstellung der Qualität von Milcherzeugnissen ist Aufgabe der Milchwirtschaftlichen Laboranten/-innen. Dies erfolgt aufgrund chemischer, physikalischer und mikrobiologischer Untersuchungen von Milch und Milchprodukten in allen Herstellungsstadien. Die Ergebnisse der Analysen werden in Labordateninformationsmanagementsystemen gespeichert und mit vorliegenden Prüfkriterien und früheren Untersuchungsergebnissen verglichen. Die Qualitätsbeurteilung der Milchprodukte kann abschließend anhand dieser Auswertungen erfolgen.

Voraussetzungen

Es ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe setzen allerdings in der Regel einen Hauptschulabschluss, mittleren Bildungsabschluss oder die Hochschulreife voraus. Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt, Genauigkeit, gute naturwissenschaftliche Kenntnisse in Mathematik und Chemie, technisches Geschick und Interesse sind von Vorteil, wenn eine Ausbildung zum / zur Milchwirtschaftlichen Laboranten/-in angestrebt wird.

Ausbildungsdauer
Die Ausbildung dauert drei Jahre im dualen System und findet im Betrieb und an der Berufsschule statt. Der Berufsschulunterricht findet zum Teil in Blockform in Fachklassen statt. Eine Ausbildungsverkürzung ist beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich und von der Vorbildung abhängig.

Ausbildungsvergütung
Folgende Angaben über die Ausbildungsvergütung dienen der Orientierung, können aber nicht rechtlich geltend gemacht werden.

1. Ausbildungsjahr: 499 - 729 Euro
2. Ausbildungsjahr: 553 - 822 Euro
3. Ausbildungsjahr: 629 - 937 Euro

Ausbildungsförderung
Beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen können Auszubildende Berufsbildungsbeihilfe (BAB) erhalten. Weitere Informationen hierzu erteilt die Agentur für Arbeit.

Einsatzmöglichkeiten / Einsatzorte
Beschäftigung finden Milchwirtschaftliche Laboranten/innen in milchverarbeitenden Betrieben wie Molkereien, Käsereien, in Instituten der Lebensmittelüberwachung, milchwirtschaftlichen Lehr- und Versuchsanstalten oder auch in anderen Betrieben der Nahrungsmittelherstellung.

Weiterbildungsmöglichkeiten
Um beruflich voranzukommen sind Aufstiegsweiterbildungen zur/zum Milchwirtschaftliche/-r Labormeister/-in, Molkereimeister/-in; Milch- und Molkereitechniker/-in, Lebensmittelverarbeitungstechniker/-in denkbar. Beim Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung kann auch ein Studium der Lebensmittelchemie oder Lebensmitteltechnologie angestrebt werden.

Verdienst / Einkommen
Die folgenden Angaben dienen lediglich der Orientierung. Einkommen sind von den jeweiligen Anforderungen abhängig und es werden die Berufserfahrung und Verantwortlichkeit berücksichtigt. Ansprüche können daher aus folgenden Angaben nicht abgeleitet werden. Der tarifliche Bruttolohn kann zwischen 2.577 bis 3.010 Euro pro Monat liegen.




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